Hörsaal der Pathologie (Foto: Andreas Franke, panabild.de)

Veranstaltungen und Ausstellungen

Sie befinden sich hier:

Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen

Zurzeit gibt es keine aktuellen Veranstaltungen dieser Einrichtung.

Planen Sie eine Ausstellung oder Publikation rund um das Thema Moulagen und möchten Sie, dass dies hier veröffentlicht wird oder sollten Sie Interesse daran haben ein Treffen des Arbeitskreises Moulagen auszurichten, nehmen Sie bitte Kontakt auf:

Rückschau

CEROPLASTICS - International Congress on Wax Modelling 2017

Nor shall I conceal that modern artists have discovered the method of working in wax all sorts of colours, so that in taking portraits from the life in half-relief, they make the complexion, the hair, the clothes and all the other details so lifelike that to these figures there lacks nothing, but the spirit and the power of speech.

Giorgio Vasari​
Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architettori, 1568

As Vasari underlined in the 16th century, it seems as if wax figures lack nothing but a breath of life, the spirit, the power of speech. Wax is a rich and complex medium that seems to lend itself, in a very natural way, to reproducing the human body. It achieves its best results above all in the depiction of the human anatomy, thanks to its boldly lifelike and extreme realism. Nobody can remain indifferent to the power of this particular kind of art. Ceroplastics is an uncomfortable and excessive art, but magical and fascinating at the same time.

Four decades after the pioneering Ceroplastics Congresses (Florence, 1975 and London, 1978), interest in wax modelling is now more intense and has gathered interest from the fields of Anatomy, Art History, Sculpture, Restoration, Conservation and Contemporary Art.
 On the 1st, 2nd and 3rd of September 2017, for the first time in 40 years, the major institutions related to the art of Ceroplastics or Wax Modelling are going to meet again in an International Congress in London.
This time, presented by the Gordon Museum of Pathology, King’s College and Madame Tussauds it will explore the multidisciplinary potentials of the art of Ceroplastics in Art and Science. This Congress is the brainchild of Dr Roberta Ballestriero who spent the last 20 years researching the art of ceroplastic (wax modelling) in Italy, Spain and the UK. A long-harboured dream was finally made possible thanks to a collaboration with a team of multi-disciplinary experts in this field.  (Quelle)

Mehr Informationen zum Kongress (Abstracts, Referenten, Bildergalerie) vom 1. bis 3. September im Gordon Museum in King´s College in London

Workshop des AK Moulagen und der AG Hautbilder in Wien 2017

Vom 05.-06. Mai 2017 fand ein gemeinsamer Workshop des Arbeitskreises Moulagen und der Arbeitsgemeinschaft Hautbilder im „Narrenturm“ in Wien statt.

Zusammenfassung

Programm

Naturgetreue Objekte? Moulagen und Modelle im Spannungsfeld von Wissenschaft und Ästhetik 2016

Unterbringung der Eppendorfer Moulagen im Dachgeschoss des Lupusheims, um 1930 (Bild: Medizinhistorisches Museum Hamburg)
Impetigo contagiosa, um 1935, Medizinhistorisches Museum Hamburg (Foto: Dagmar Claußen, Foto- und Grafikabteilung, UKE)

Kooperatives Forschungsprojekt, gefördert durch die VolkswagenStiftung - Förderinitiative "Forschung in Museen"

Projekteiter: Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach
Mitarbeiter/innen: Dr. Victoria Asschenfeldt, Henrik Eßler M.A.
Konzept und Mitarbeit (2012/2013): Dr. Antje Zare
Laufzeit: 2012-2017

Als medizinische Lehr- und Forschungsobjekte, aber auch als Exponate populärwissenschaftlicher Ausstellungen haben Moulagen in jüngster Zeit verstärkt das Interesse der kultur- und wissenschaftshistorischen Forschung geweckt. Moulagen (frz. mouler - etw. abformen) sind Nachbildungen von Krankheitsbildern auf dem Körper. Im 19. Jahrhundert etablierte sich diese Objektgattung insbesondere im neu konstituierten Spezialfach der Dermatologie. Im Kontext einer "hygienischen Volksaufklärung" erlangten diese im 20. Jahrhundert gar gesellschaftspolitische Bedeutung, z.B. im Rahmen von Wanderausstellungen.

Auf Gipsabdrücken realer Patientinnen und Patienten beruhend, wird Moulagen ein "Zwitter-Status" zugeschrieben: Als "naturgetreues" Abbild repräsentieren sie das Individuum, als Lehr- und Forschungsmodell das "Charakteristische" einer Krankheit. Nicht selten von Bildenden Künstlern gefertigt, erlebten diese Objekte ihre Blütezeit an der Wende zum 20. Jahrhundert - ausgerechnet in eben jener Epoche der Wissenschaft, die eigentlich dem mechanischen, scheinbar objektiven Bild gehörte. Das Forschungsprojekt sah einerseits eine medizin- und kulturhistorische Kontextualisierung der aus 600 Wachsmoulagen bestehenden Sammlung des Medizinhistorischen Museums Hamburg vor. Dabei wurden medizinische, wissenschaftliche, kulturelle, soziale, politische und künstlerische Aspekte dieser speziellen Objekte aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Im Vordergrund standen Fragen nach der zeitgenössisch-ästhetischen Kontextualisierung der Moulage sowie ihrer jeweiligen Bedeutung aus historisch-epistemologischer Sicht. Die Untersuchung bewegte sich im Spannungsfeld des Dreiecks Arzt-Mouleur-Moulage bewegen. Thematisch und methodisch gliedert sich das Vorhaben in drei zusammenhängende Untersuchungsbereiche:

1. Rekonstruktion der Überlieferungsgeschichte der Hamburger Moulagensammlung: Dabei stand die bisher weitgehend unbekannte Entstehungs- und Nutzungsgeschichte der aus verschiedenen Sammlungsteilen und Provenienzen bestehenden Sammlung des Medizinhistorischen Museum Hamburg im Fokus.

2. Kontextualisierung-Repräsentation-Ästhetik von Moulagen verschiedener europäischer Sammlungen: Die Moulage wurde als epistemisches Objekt im Geflecht von Wissenschaft, Kunst, Pädagogik und medizinischer Praxis im Spannungsfeld wissenschaftlicher Ansprüche und ästhetischer sowie didaktischer Kontexte und Einflüsse untersucht.

3. Beruf Moulagenbildner, aus sozial- und wirtschaftshistorischer Perspektive: Die Lebensläufe ausgewählter Moulagenbildner/innen wurden im Rahmen einer kollektivbiographischen Studie nachgezeichnet und analysiert, um etwa Aussagen über Ausbildung, soziale Herkunft oder politisch-ideologische Einstellung treffen zu können.

Im Rahmen des Forschungsprojektes fand im Medizinhistorischen Museum Hamburg in Kooperation mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité am 4.-5. März 2016 eine internationale Tagung (Tagungsbericht) statt.

 

Naturgetreue Objekte? Moulagen und Modelle zwischen Wissenschaft und Ästhetik
Internationale Tagung, 4.-5. März 2016
in Kooperation mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité
gefördert von der VolkswagenStiftung

Im Rahmen des Forschungsprojektes „‚Naturgetreue Objekte‘ im Spannungsfeld zeitgenössischer medizinischer Wissenschaft und Repräsentationsformen“, knüpfte die Tagung thematisch an der vorangegangenen Konferenz „Wachsmoulagen als Kulturgut. Erforschen, Erhalten und Restaurieren" 2009 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden an. Im Vordergrund standen Fragen nach der zeitgenössisch-ästhetischen Kontextualisierung der Moulage sowie ihrer jeweiligen Bedeutung aus historisch-epistemologischer Sicht. Die interdisziplinär ausgerichtete Konferenz stellte das Objekt Moulage als aktuelles Lehrmodell, kulturhistorisches Artefakt und museales Exponat in den Mittelpunkt. Eingeladen waren Forscherinnen und Forscher aus der Medizin, der Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte ebenso wie Museumsfachleute, -pädagoginnen und -pädagogen und Restauratorinnen und Restauratoren.


Tagungsort
Medizinhistorisches Museum Hamburg
Fritz Schumacher-Haus (Gebäude N30)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52, 20246 Hamburg

Krankheit als Kunst(form) - Moulagen der Medizin 2016

Begleitkatalog zur Ausstellung

vom 10. Juni bis 03. Oktober 2016 (verlängert)

Im Rahmen des Drittmittelprojekts „MAM|MUT“ präsentiert das Museum der Universität Tübingen MUT in Kooperation mit der Universitäts-Hautklinik Tübingen die Sonderausstellung „Krankheit als Kunst(form) – Moulagen der Medizin“. Moulagen sind Wachsabgüsse von Körperteilen, auf denen sich Krankheitssymptome zeigen. Der Mouleur formte sie direkt von der Haut eines Patienten ab.

Wachsmodelle in Tübingen

Die Ausstellung zeigt erstmals ausgewählte Stücke aus den Sammlungen der Tübinger Universitäts-Hautklinik (UHK) und des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (DIFÄM). Zwei unterschiedliche Sammlungen aus dem Tübingen des frühen 20. Jahrhunderts. Die kunstvoll gestalteten Objekte wurden vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Lehrbetrieb eingesetzt und dienten außerdem der medizinischen Forschung. Die Tübinger Moulagen zeigen zum Teil nicht mehr existierende Krankheiten oder Krankheitsstadien in verschiedenen Ausprägungen und einer oft schonungslosen naturgetreuen Detailgenauigkeit. Das Zusammenspiel von Wissenschaft, Kunst und Handwerk in den ehemaligen Lehrmitteln steht im Zentrum der Ausstellung: Die Mouleure werden als Künstler und die Moulagen als Kunstwerke präsentiert. Ihre Ursprünge, Fertigung und Verwendung in Tübingen werden hier erstmals beleuchtet und mit einer wissenschaftlichen Publikation dokumentiert. Bereits um 1800 entstanden in Tübingen erste anatomische Wachsmodelle. Der bekannte Mediziner Johann Heinrich Ferdinand Autenrieth und der – bislang unbekannte – Kunstverleger Wilhelm Friedrich Haselmayer arbeiteten dabei zusammen, um mit wechselnden Künstlern medizinische Präparate zu fertigen. So begann in Tübingen die erste serielle Produktion von anatomischen Modellen im deutschsprachigen Raum. Die Moulagen stammen aus der ehemaligen Tropenklinik des DIFÄM (Deutsches Institut für Ärztliche Mission) und der Universitäts-Hautklinik. Die Sammlung des DIFÄM wurde vom Tropen-Mediziner Gottlieb Olpp angelegt und aktiv für Lehre und Forschung genutzt. Sie galt damals vielen als „wertvolles Schmuckkästlein“. Paul Linser war der Begründer der Dermatologie in Tübingen. Er bestellte die ersten Moulagen in Breslau und initiierte eine Moulagen-Produktion in Tübingen, die mit dem Namen Martha Schiler verbunden ist. Quelle

Surfaces. Adolf Fleischmann - Grenzgänger zwischen Kunst und Medizin 2015 -2016

Ausstellungtitel (Foto: Navena Widulin)
Struma recidivans, zw. 1917-1927, Adolf Fleischmann(Foto: Berhard Strauss, Moulagenmuseum der Universität und des Universitätsspitals Zürich)

Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt, in Kooperation mit dem Museum für Konkrete Kunst  25.10.2015 – 28.02.2016

Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité
28.04.2016 – 11.09.2016
 
Die Ausstellung rückt mit Adolf Fleischmann (1892-1968) eine faszinierende Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Sie zeichnet Fleischmanns Lebensweg nach und führt dabei erstmals beide Seiten seines Schaffens zusammen: seine »Berufung« als Künstler und seinen »Beruf« als medizinischer Zeichner und Moulagenbildner.

Berufung und Beruf

Adolf Fleischmann machte sich sowohl in der Kunst als auch in der Medizin einen Namen: In der Kunstgeschichte gilt er mit seiner flirrenden, heiteren Malerei als ein wesentlicher Vermittler von europäischer Konkreter Kunst in den USA. In den 1950er Jahren fand er in New York zu seinem unverwechselbaren Malstil. In der Medizingeschichte ist Fleischmann vor allem durch die Arbeiten bekannt, die er in den 1920er Jahren für die Chirurgische Universitätsklinik in Zürich anfertigte: naturgetreue Abformungen kranker Körperteile in Wachs (sogenannte Moulagen) und detailgenaue Zeichnungen mikroskopischer Gewebebilder. In seiner New Yorker Zeit war er zudem als Laborant und medizinischer Zeichner für die Columbia University tätig.

Eine ungewöhnliche Biografie des 20. Jahrhunderts

Die Präsentation hat den Anspruch, den »ganzen« Fleischmann zu zeigen und damit einer ungewöhnlichen Biografie des 20. Jahrhunderts auf die Spur zu kommen. Sie bezieht bewusst einen Aspekt mit ein, der bei Künstlerbiografien sonst häufig unerwähnt bleibt, nämlich die Frage, wie Fleischmann seinen Lebensunterhalt bestritt. Diese Frage ist auch deshalb so interessant, weil er als »Broterwerb« sowohl in Zürich als auch später in New York einer Tätigkeit im medizinischen Bereich nachging und es dabei zu beeindruckenden Leistungen brachte. So kommt es, dass sein Gesamtwerk eine ausgeprägte Zweiteilung aufweist: Seine medizinischen Arbeiten bestechen durch die perfekte Nachbildung der Natur, seine Gemälde dagegen sind frei von jeder Abbildung und wirken nur über die Farb- und Formensprache. Die Oberflächen – Surfaces – stellen ein Bindeglied zwischen diesen extrem unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern dar.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Sie können ihn hier bestellen.

Flyer zur Ausstellung

Artikel über die Ausstellung

Treffen des AK Moulagen in Freiburg 2015

Am 4. Juli 2015 fand das 3. Treffen des AK Moulagen in der Hautklinik der Universität Freiburg statt.

Programm

Treffen des AK Moulagen im DHM Dresden 2014

Programmflyer zum Arbeitskreistreffen am 29. November 2014 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

Tagungsbericht

BLICKE ! KÖRPER ! SENSATIONEN ! Ein Anatomisches Wachskabinett und die Kunst 2014

Begleitpublikation zur Ausstellung (Quelle: DHMD)
Kopf eines Mädchens mit Geschwür an der Oberlippe, durch Kuß angesteckt; Kopf eines Mannes, bei dem die Nase und Oberlippe durch Schanker zerstört ist. Werkstatt Rudolf Pohl, Dresden, Wachsmodelle, nach 1890 (©Deutsches Hygiene-Museum, Foto: David Brandt)

11. Oktober 2014 bis 28. Juni 2015

BLICKE ! KÖRPER ! SENSATIONEN ! EIN ANATOMISCHES WACHSKABINETT UND DIE KUNST

Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums

Ausgangspunkt dieser Sonderausstellung war das historische anatomische Wachskabinett aus der Sammlung des DHMD. Diese wertvollen Objekte wurden erstmals in einem musealen Zusammenhang gezeigt und mit körperbezogenen Werken der Gegenwartskunst konfrontiert. Zu sehen waren unter anderem Arbeiten  von Louise Bourgeois, Robert Gober, Damien Hirst, Mike Kelley, Zoe Leonhard, Paul McCarthy, Steve McQueen, Bruce Nauman, Marcel Duchamp, Asta Gröting, Pipilotti Rist und Luc Tuymans. Quelle

Trailer zur Ausstellung

Pressemappe zur Ausstellung

Treffen des AK Moulagen in Bonn 2014

Das Treffen des Arbeitskreises Moulagen fand am 25.1.2014 in der Hautklinik der Universitätsklinik in Bonn statt. 

Programm

Krankheiten in Wachs – Moulagen in der Dauerausstellung des Medizinhistorischen Museums Hamburg 2013

Moulagen in der Dauerausstellung des Museums (Foto: Anja Meyer, Foto- und Grafikabteilung UKE)
Das im Jahr 2015 zugänglich gemachte Moulagen-Depot (Foto: Alexa Seewald)

Krankheiten in Wachs – Moulagen in der Dauerausstellung des Medizinhistorischen Museums

Im Oktober 2013 öffnete das Medizinhistorische Museum Hamburg am UKE in den aufwendig restaurierten Räumlichkeiten der ehemaligen Pathologie seine Dauerausstellung „Die Entstehung der modernen Medizin“. Das Museum richtet seinen Blick auf die Entwicklungen in Medizin und Gesellschaft seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu sehen sind auch rund 50 Stücke aus der 600 Objekte umfassenden Moulagensammlung des Museums. Die Ausstellungseinheit „Moulagen - Krankheiten in Wachs“ widmet sich einerseits der Kulturgeschichte dieser besonderen Exponate, ihrer Herstellung und Nutzung. Andererseits steht mit der Syphilis eine Krankheit im Fokus, die wie kaum eine andere medizinische, moralische und soziale Debatten an der Wende zum 20. Jahrhundert geprägt hat.

In einer zentralen Vitrine lässt sich hier anhand von Moulagen der Krankheitsverlauf in drei Stadien (Lues I – III) nachvollziehen. Zugleich verdeutlicht diese Darstellung das Potential der Moulage als Lehrmittel, z.B. bei der Differentialdiagnostik im dermatologischen Unterricht. Besondere Exponate sind zudem verschiedene Originalwerkzeuge und Arbeitsmaterialien der Dresdener Mouleurin Elfriede Walther (geb. 1919). Schließlich weisen seriell gefertigte Krankheitsmodelle für die „Volksaufklärung“ sowie eine aus einem reisenden Wachskabinett stammende Wachsnachbildung auf die unterschiedlichen Präsentationszusammenhänge von Moulagen im Laufe der Geschichte hin.

Die in allen Bereichen liegende Präsentation der Exponate in niedrigen Pultvitrinen kommt nicht nur konservatorischen Aspekten entgegen. Sie ermöglicht auch den Besucher/innen eine behutsame Annäherung an die dargestellten, oft drastischen Krankheitsbilder. Außerdem ist der gesamte Raum barrierefrei zugänglich. Eine vollständige Verdunklung der Fenster schützt die Moulagen vor ultravioletter Strahlung. Die künstliche Beleuchtung mit modernen LED-Lampen ist zudem auf die empfohlene Lichtsstärke für die empfindlichen Objekte abgestimmt.

Leitende Kuratorin: Dr. Antje Zare
Inhaltliche Konzeption: Henrik Eßler M.A.
Gestaltung: Dipl.-Des. Alexa Seewald

"Amazing Models" - Ausstellung im Josephinum Wien 2013

Ausstellungsflyer (© Josephinum)

Faszination Anatomie: „Amazing Models“ im Wiener Josephinum

Die Ausstellung fand in Kooperation mit dem Museum Boerhaave, Leiden/Niederlande und dem
Museo delle Cere Anatomiche „Luigi Cattaneo“, Bologna/Italien, statt.

Von 24. Mai bis 26. Oktober 2013 präsentiert die Medizinische Universität Wien im Josephinum einzigartige historische Anatomiemodelle aus Wien, Leiden und Bologna. „Amazing Models“ zeigen, wie der menschliche Körper in Europa kulturell und wissenschaftlich entdeckt wurde. Auf Packeseln wurden in den Jahren 1784-1786 knapp 1200 kunstvoll gefertigte anatomische Wachsmodelle von Florenz nach Wien transportiert. Kaiser Joseph II hatte sie dort als Lehrmodelle für die Ausbildung in der medizinisch-chirurgischen Militärakademie - dem „Josephinum“ - in Auftrag gegeben. Heute zählt diese Sammlung zu den medizinhistorischen Juwelen weltweit und bildet das Herzstück des Josephinum - Sammlungen der Medizinischen Universität Wien. Quelle

Gründung des AK Moulagen in Berlin 2013

Gründungsmitglieder des Arbeitskreises Moulagen am 23. März 2013

Gründung des Arbeitskreises Moulagen

Am 23. März 2013 gründete sich am Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité der Arbeitskreis Moulagen. Sein Ziel ist es, neuen Ansätzen in der wissenschaftlichen und praktischen Auseinandersetzung mit der Moulage als einem Objekt in Forschung, Lehre, Sammlung, Museum und Ausstellung eine Plattform zu bieten für Gedankenaustausch und Diskussion sowie für die Entwicklung konkreter Projekte.

Programm

Wachsmoulagen als Kulturgut - Erforschen, Erhalten und Restaurieren 2008-2010

Flyer zur Tagung im DHMD

Die internationale Tagung "Wachsmoulagen als Kulturgut. Erforschen, Erhalten, Restaurieren" fand vom 24. bis 26. September 2009 in Dresden statt und diente der interdisziplinären Verständigung zu den ästhetischen, historischen und physischen Eigenschaften von Moulagen und gewährleistete einen Austausch über die heute noch weltweit vorhandenen Moulagenbestände sowie deren Nutzung, Erforschung, Konservierung und Restaurierung.

Projektzeitraum
Juli 2008 bis September 2010

Kooperationspartner:
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité, Berlin
Doerner Institut, München
Hornemann Institut der HAWK, Hildesheim
Restaurierungsabteilung des Bayerischen Nationalmuseums, München Studiengang "Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut" der HfBK, Dresden

Onlinekurs des Hornemann Instituts der HAWK

ANATOMIE IN WACHS - Das Deutsche Hygiene-Museum erwirbt ein historisches anatomisches Wachskabinett

Schwangere im 9. Monat, Originaltitel: "Ein freistehender Körper im 9. Schwangerschaftsmonat", Dresden, um 1875, Modelleur: Gustav Zeiller (1826-1904) (Foto: David Brandt, DHMD)

Die Stiftung Deutsches Hygiene-Museum hat ein wertvolles anatomisches Wachskabinett für ihre Sammlung erwerben können. Das historische Ensemble, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu großen Teilen in Dresden entstanden ist, besteht heute noch aus mehr als zweihundert Objekten. Der Ankauf des Kabinetts wurde dem Museum ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und des Freundeskreises des Deutschen Hygiene-Museums.

Anatomische Wachskabinette wie das jetzt in Dresden angekaufte waren meist auf die menschliche Anatomie und medizinische Themen spezialisiert. Sie wurden einem breiten Publikum in Ausstellungshallen, aber auch auf Jahrmärkten präsentiert. Noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts reisten sie mit großem Erfolg quer durch Europa, gerieten dann aber mehr und mehr in Vergessenheit... (Quelle: DHMD)

Bericht über die Ausstellung der Kulturstiftung der Länder

Pressemitteilung des DHMD

Vom Tatort ins Labor - Rechtsmediziner decken auf

Ausstellungsplakat (Quelle: BMM der Charité)

Eine Ausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin der Charité und dem Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin Berlin

6. März bis 13. September 2009 in Berlin
15. November 2009 bis 15. Mai 2010 im GALILEO-Park

Neben vielen Fotos, Grafiken und Präparaten war auch eine kleine Auswahl neu hergestellter rechtsmedizinischer Moulagen Bestandteil dieser Ausstellung.

Exquisite Bodies - Or the Curious and Grotesque Story of the Anatomical Model 2009

Ausstellungsflyer

Ausstellung im Jahr 2009

"In the 19th century, despite the best efforts of body snatchers, the demand from medical schools for fresh cadavers far outstripped the supply. One solution to this gruesome problem came in the form of lifelike wax models. These models often took the form of alluring female figures that could be stripped and split into different sections. Other models were more macabre, showing the body ravaged by 'social diseases' such as venereal disease, tuberculosis and alcohol and drug addiction." (Quelle)