Die Moulagensammlung der Universität Heidelberg

Lepra maculo-tubersoa, 1945, Hersteller: Stéphan Littre

Im Jahr 1805 wurde die Öffnet externen Link im aktuellen FensterHeidelberger Anatomie von Fidelius Ackermann (1765-1815) besetzt. Die beiden ältesten Präparate, die zwei Skelette vom Räuber "Schwarzer Jonas" und mutmasslich vom Räuber "Schinderhannes", kamen mit Ackermann nach Heidelberg. Erste Modelle aus Wachs, Ohrmodelle von Carl Friedrich Heinemann, kaufte Ackermanns Nachfolger, Friedrich Tiedemann (1781-1861) Mitte des 19.Jahrhunderts ein. Er sammelte nicht nur menschliche, sondern auch zoologischer Präparate und Modelle. Mit Carl Gegenbaur (1826-1903) übernahm einer der bekanntesten Vergleichenden Anatomen Deutschlands den Lehrstuhl in Heidelberg. Die Sammlung wuchs beträchtlich um dessen zootomische Präparate an. Seine Nachfolger Max Fürbringer (1846-1920) und Hermann Braus (1868-1925) kauften viele, heute noch vorhandene Ziegler Modelle ein. Sie befinden sich zum Teil noch in einem hervorragenden Zustand. Die wissenschaftlich wichtigsten Modelle fertigten der Anatom Erich Kallius (1867-1935) zusammen mit dem Zeichner August Vierling (1872-1938) an. Aus dieser Periode sind noch 40 Unikate im Hause zu besichtigen. Sie beschäftigen sich alle mit der Entwicklung der vorgeburtlichen Schilddrüse. Die Sammlung fand in vergangener Zeit als Lehrsammlung Verwendung. Heute ist sie eine reine Öffnet externen Link im aktuellen FensterSchausammlung und beherbergt bis zu 1500 geführte Besucher pro Jahr. Die in der Anatomie vorhandenen Moulagen sind eine Dauerleihgabe aus der hiesigen Hautklinik.

Kontakt

Navena Widulin
Medizinische Präparatorin
t: +49 30 450 536 096

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