Die Moulagensammlung der Universitätshautklinik Erlangen

Ichthyosis serpentina
Diffuse, autosomal-dominant vererbte Verhornungssteigerung unterschiedlicher Expressivität
H.E. Becher, München für Universitätshautklinik Erlangen: Prof. Hauck (Foto: Stefan R. Schnetz)

Die Moulagensammlung der undefinedErlanger Hautklinik der undefinedUniversität Erlangen umfasst 136 Wachsmodelle, die im Zeitraum zwischen 1923 und 1945 unter dem Ordinariat von Prof. Dr. med. Leo Hauck angeschafft und im Frühjahr 2006 neu gesichtet und katalogisiert wurden.

Moulagen (französisch mouler = abformen) sind detailgetreue, dreidimensionale, lebensecht aussehende Wachsmodelle erkrankter Körperregionen. Zur Herstellung wurde unmittelbar am Patienten ein Gipsabdruck gefertigt, der dann mit einem Wachs-Harz-Gemisch ausgegossen und nach Erhärten originalgetreu farblich bemalt wurde. Ihre Blütezeit hatten die Moulagen zwischen 1880 und 1940, wo sie ihre größte Verbreitung in der Dermatologie fanden. Sie dienten vor allem als Studien- und Lehrmittel; oft wurde aber auch ihre abschreckende Darstellung genutzt, um der Bevölkerung die Folgen von damals sehr häufigen Geschlechtskrankheiten zu zeigen. Durch die Möglichkeiten der Fotografie während und nach dem zweiten Weltkrieg gerieten die Moulagen jedoch mehr und mehr in Vergessenheit. Trotzdem stellen sie bis heute einzigartige Kunstwerke dar.

Kontakt

Navena Widulin
Medizinische Präparatorin
t: +49 30 450 536 096

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