Die Moulagensammlung des Krankenhauses Friedrichstadt in Dresden

Kongenitale Lues Hutchinson´sche Zähne. Rhagadiforme Narben.
Herstellung: Frau Kürschner-Ziegfeld, 1925

Im Jahr 1903 begann Prof. Johannes Werther, der 1901 die II. Äußere Abteilung (Hautabteilung) des Stadtkrankenhauses Dresden übernommen hatte, den Aufbau der Friedrichstädter Moulagensammlung, bis 1928 entstanden 282 Moulagen. Bis zum Jahr 1930 stieg die Sammlung auf 368 Moulagen an. Der nachfolgende Klinikleiter Hans Martenstein ließ die Sammlung pflegen, erweiterte sie aber nur unwesentlich. Den II. Weltkrieg überstand die Werther´sche  Sammlung unversehrt. 1958 wurde sie dem Deutschen Hygiene-Museum in Dresden übergeben, mit dem Ziel eine große Moulagensammlung aufzubauen. Dieses Projekt wurde nicht realisiert. Aus den Wirren der Folgejahre konnten nur 60 Wachsbilder gerettet werden. 42 Objekte lagern jetzt in der Hautklinik des undefinedKrankenhauses Dresden Friedrichstadt. In den Sammlungs- und Depoträumen des Hygiene-Museums fanden sich bisher 18 Moulagen, die sich der Friedrichstädter Sammlung nachweislich zuordnen ließen. Die gut erhaltenen Moulagen sind in der Ausstellung des Museums zu sehen.