Archiv für medizinische Wachsbilder (Moulagen)

Die internationale Tagung
"Wachsmoulagen als Kulturgut. Erforschen, Erhalten, Restaurieren" fand vom 24. bis 26. September 2009 in Dresden statt und diente der interdisziplinären Verständigung zu den ästhetischen, historischen und physischen Eigenschaften von Moulagen und gewährleistete einen Austausch über die heute noch weltweit vorhandenen Moulagenbestände sowie deren Nutzung, Erforschung, Konservierung und Restaurierung.
Projektzeitraum
Juli 2008 bis September 2010
Kooperationspartner:
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité, Berlin
Doerner Institut, München
Hornemann Institut der HAWK, Hildesheim
Restaurierungsabteilung des Bayerischen Nationalmuseums, München Studiengang "Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut" der HfBK, Dresden
Die
Stiftung Deutsches Hygiene-Museum hat ein wertvolles anatomisches Wachskabinett für ihre Sammlung erwerben können. Das historische Ensemble, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu großen Teilen in Dresden entstanden ist, besteht heute noch aus mehr als zweihundert Objekten. Der Ankauf des Kabinetts wurde dem Museum ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der
Kulturstiftung der Länder und des
Freundeskreises des Deutschen Hygiene-Museums.
Anatomische Wachskabinette wie das jetzt in Dresden angekaufte waren meist auf die menschliche Anatomie und medizinische Themen spezialisiert. Sie wurden einem breiten Publikum in Ausstellungshallen, aber auch auf Jahrmärkten präsentiert. Noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts reisten sie mit großem Erfolg quer durch Europa, gerieten dann aber mehr und mehr in Vergessenheit...
Quelle
Eine Ausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin der Charité und dem Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin Berlin
6. März bis 13. September 2009 in Berlin
15. November 2009 bis 15. Mai 2010 in Lennestadt/Sauerland
Neben vielen Fotos, Grafiken und Präparaten war auch eine kleine Auswahl neu hergestellter rechtsmedizinischer Moulagen Bestandteil dieser Ausstellung.
"In the 19th century, despite the best efforts of body snatchers, the demand from medical schools for fresh cadavers far outstripped the supply. One solution to this gruesome problem came in the form of lifelike wax models. These models often took the form of alluring female figures that could be stripped and split into different sections. Other models were more macabre, showing the body ravaged by 'social diseases' such as venereal disease, tuberculosis and alcohol and drug addiction."
(Quelle)
| Isabel Atzl Freie Mitarbeiterin |
| Navena Widulin Medizinische Präparatorin t: +49 30 450 536 096 |